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22 Okt 2020

Omrin reduziert Umweltbelastung mit dynamischer Routenoptimierung

AMCS Intelligent Optimisation nutzt höhere Füllstände bei unterirdischen Containern und trägt zur stressfreien Planung bei

Routenplanung und Ablaufoptimierung

Die Planung prüfen und Ad-hoc-Aufträge hinzufügen ist das einzige, was Disponent  Herwin van den Hengel von Omrin jeden Morgen tun muss, um die Tagesplanung abzuschließen. Im Laufe der Nacht zuvor wurden die Müllabfuhrrouten basierend auf dem Füllstand der unterirdischen Container automatisch geplant und optimiert. Dank dieser weitreichenden Digitalisierung ist die Planungsabteilung nun völlig stressfrei. Zudem müssen weniger Halte gemacht werden, was die CO2-Emissionen reduziert und zu den Nachhaltigkeitszielen von Omrin beiträgt. Dies wird in einem von AMCS präsentierten Video deutlich.

Omrin holt Haushaltsabfälle für etwa 207.000 Haushalte in 18 Gemeinden im Norden der Niederlande ab. Die Lücken zu schließen und zu einer Kreislaufwirtschaft beizutragen ist eine der wichtigsten Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Diese Vision hat sich bereits ausgezahlt und Omrin 2019 zum nachhaltigsten Unternehmen der Niederlande gemacht.

Aber ihr Streben geht weiter. Um stetig an den Nachhaltigkeits- und Kreislaufzielen zu arbeiten, plant und optimiert Omrin dynamisch ihre Müllabfuhrrouten mit einer Lösung auf dem neuesten Stand der Technik: Intelligent Optimisation, die intelligente Technologien und IoT (das Internet der Dinge) kombiniert. Eingebaute Sensoren in den unterirdischen Containern teilen den Füllstand mit dem zentralisierten ERP-System, welches auf Grundalge dieser Informationen die optimalen Routen für deren Leerung berechnet. 

Omrin verwendet Intelligent Optimisation, um etwa 450 unterirdische, halb-unterirdische und oberirdische Restmüllcontainer zu leeren, sagt Niek Westerhof, Betriebsleiter für Abfallsammlung und Reinigung, in dem Video. Ihm zufolge ist diese dynamische Art, zu planen, die Antwort auf mehrere Herausforderungen, denen sich Omrin stellte: „Zum Beispiel die niedrigen Füllstände der Container und die Unvorhersehbarkeit der Planung. Außerdem mussten wir eine ziemlich große Erweiterung unseres Abholgebiets in die bestehende Planung aufnehmen“.

Der Füllstand der Container ist von 60 Prozent auf 80 Prozent gestiegen

Im Video wird klar, dass die intelligente Optimierung der Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderung war. „Wir begannen mit einem Inventar unserer Assets“, sagt Natasja Vemmer, Unternehmensberater bei Omrin. „Zunächst prüften wir, ob wir die richtigen Koordinaten der Container, die Anzahl der Trommelbewegungen, Daten über den Füllstand der Container und die Abfallart hatten. Unser Ziel war es, eine stressfreie Planung zu ermöglichen und die manuellen Vorgänge minimal zu halten.“

Mit dieser innovativen Technologie hat Omrin von einer halb-dynamischen Sammlung auf eine dynamische Sammlung umgestellt, erklärt Herwin van den Hengel, Disponent bei Omrin: „Das bedeutet, dass wir seitdem nur noch komplett volle Container anfahren. Dadurch ist die Anzahl der täglichen Abholungen gesunken und es konnte Kosten gespart werden. Das System prüft anhand der Sensoren automatisch den Füllstand der Container und plant und optimiert auf Basis dessen die Abholungsrouten. Morgens liegt diese Planung für mich bereit, sodass ich sie nur prüfen und zusätzliche Ad-hoc-Aufträge ergänzen muss und dann die Routen an die Bordgeräte der Müllabfuhrfahrzeuge schicken kann. Dies hat zu einer enormen Verbesserung der Effizienz geführt, da wir nun mehr Container bedienen können, ohne zusätzliche Fahrzeuge einsetzen zu müssen. Mit der Lösung von AMCS haben wir zudem viel bessere vorrausschauenden Einblicke. So können wir zum Beispiel an Feiertagen wie Ostern viel besser vorhersagen, wie viele Fahrzeuge wir brauchen werden, um die Container rechtzeitig zu leeren.“

Stressfreie Planung

Die Routenoptimierungslösung hat den Müllabfuhrbetrieb von Omrin erheblich verbessert. „So wurden zum Beispiel die Füllstände der abgeholten Container von 60 Prozent auf 80 Prozent optimiert und die Disponenten können nun in einer stressfreien Umgebung arbeiten“, sagt Niek Westerhof im Video. „Außerdem hat sich unser Kundenservice bedeutend verbessert. Zudem haben wir die Anzahl der Stopps und damit die Kilometerzahl, die CO2-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch reduzieren können. Und nicht zuletzt könnten wir ein ganzes neues Gebiet in den dynamischen Planungsprozess aufnehmen, was eine enorme Erweiterung darstellt“.

Leidenschaft für das Schließen von Recycling-Lücken

Omrin ist friesisch für „Recycling-Kreislauf“, was auf die Leidenschaft des Unternehmens hinweist, Lücken in diesem Kreislauf zu schließen. Für diesen Zweck setzt es auf intelligente Trenntechniken und hochmoderne Kraftwerke. Ein Beispiel ist das Ökostrom-Gaskraftwerk in Heerenveen, das 10.000 Haushalte versorgt und 1 Million Kubikmeter grünes Gas für die eigenen Fahrzeuge des Unternehmens bereitstellt. Mehr als 70 Prozent des abgeholten Abfalls wird für die Wiederverwertung nutzbar gemacht.  Der landesweite Durchschnitt liegt bei 50 Prozent.