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Suez Recovery & Recycling (Suez R & R) Fleet Planner Route Planner AMCS Group Intelligent Optimisation.png

29 Okt 2020

Route Optimisation fördert die Effizienz und steigert die Produktivität der SUEZ Gruppe

AMCS Intelligent Optimisation reduziert den wesentlichen KPI „Zeit pro Auftrag“

Kunden und Projekte

Weltweit schickt die SUEZ Gruppe mehr als 11.000 Fahrzeuge auf die Straßen, daher ist die Optimierung der Müllabfuhrrouten von höchster Bedeutung. Das wird bei dem Interview mit Peter Bevers, Leiter der Konzernaktivitäten im Bereich Sammlung, deutlich, der für die Förderung von Leistungsverbesserungen der weltweiten Abfallabholungsaktivitäten von SUEZ zuständig ist. „Jährlich führen wir weltweit Abfallabholungsaktivitäten im Wert von einer Milliarde Euro durch. Schon die Optimierung eines kleinen Anteils kann erhebliche Kosteneinsparungen erzielen und, je nach Sammlungsaktivität, zu einer 3% - 5% Steigerung der Produktivität pro Land führen.“

Die Abteilung für Rückgewinnung und Recycling von SUEZ (SUEZ R & R) ist weltweit für die Entsorgung und das Recycling von, unter anderem, Haushaltsabfall, Bau- und Abbruchabfall und alle anderen Formen von recycelbarem Abfall von Kunststoff bis Bioabfall verantwortlich, stets mit dem Ziel, diese in neue Ressourcen zu verwandeln. Zuvor wurde die betriebliche Abfalllogistik generell dezentral organisiert und nicht von Routenplanungssystemen unterstützt, erklärt Peter Bevers.

„SUEZ stellte fest, dass sie für die Optimierung der Planung auf hochmoderne Systeme und eine zentralisierte Planung zurückgreifen müssten, um Synergien zwischen bisher kleinen Planungsregionen zu schaffen. Seit 2012 hat AMCS einen Zugang in Belgien gefunden und es konnten Erfahrungen mit anderen Ländern der Gruppe ausgetauscht werden, sodass langsam die Aufmerksamkeit der Gruppe auf dieses Thema gezogen wurde. Dies führte zu Investitionen von SUEZ Niederlande, Deutschland und Frankreich.“

Das ultimative Ziel für 2023 ist die globale Einführung des Route Planner und Fleet Planner.

2017 beschloss die SUEZ Gruppe eine intensivere Zusammenarbeit zwischen allen Ländern, die in der Abfallsammlung aktiv sind, was mit einem Rahmenvertrag mit AMCS über AMCS Intelligent Optimisation mit dem Route Planner zur Planung der Masterrouten und Fleet Planner für die dynamische Planung endete. Für die kommenden Jahre ist vorgesehen, die Planungssysteme von AMCS in so vielen Ländern wir möglich einzusetzen.

Das ultimative Ziel ist es, bis 2023 nach Möglichkeit weltweit den Route Planner und/oder Fleet Planner einzuführen, je nachdem, welche Aktivitäten im jeweiligen Land am wichtigsten sind. Bisher sind SUEZ Schweden, Polen und Luxemburg nachgezogen und Australien wird in 1 oder 2 Jahren erwartet, nachdem dort zunächst die AMCS Unternehmensverwaltungsplattform eingeführt wurde.

Routen in verschiedenen Gebieten mit dem gleichen Fahrzeug bedienen

Peter Bevers: „Die Erfahrungen in Belgien und den Niederlanden haben gezeigt, dass die Investition in den Routenplaner allein zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität des Abfallabholungsbetriebs von 3 - 5 % geführt hat. Das liegt hauptsächlich an der Reduzierung der wichtigsten Leistungskennzahl „Zeit pro Auftrag“, indem die Routen der kommerziellen Müllabfuhr mit Rollcontainern optimiert wurden“.

Laut Peter Bevers  profitiert SUEZ R&R mit der intelligenten Optimierung zudem von einem weiteren Vorteil: „Früher war die Abfallsammlung und die Organisation der Verarbeitung in jedem Land dezentralisiert und hatte einen festen Handlungsradius. Mit AMCS können wir flexibler handeln. Auf Grundlage der aktuellen Situation berechnet das System den Handlungsradius und passt die Planung entsprechend an. Die Größe des Landes legt fest, ob bestimmte Aktivitäten landesweit oder regional geplant werden. Basierend auf den täglichen Aufträgen ändert sich der Aktionsradius und eliminiert mögliche Überschneidungen der Routen. Dadurch können nahe beieinander liegende Aufträge in Randgebieten vom gleichen Fahrzeug ausgeführt werden.

Optimierte Masterrouten als Voraussetzung für die Kostenkontrolle

SUEZ setzt den Route Planner ein, um Masterrouten für die kommerzielle Abfallsammlung mit Rollcontainern und die Haushaltsmüllabfuhr zu planen. Peter Bevers: „Der Route Planner gibt uns die Möglichkeit, umgehend neue Abholaufträge auf Abruf von Kunden anzunehmen oder neue Kunden in die bestehenden Masterrouten einzuplanen. Die Kunden erhalten eine sofortige automatische Rückmeldung über unsere Kundenwebseiten und Smartphone-Anwendungen“.

Dies ist eine bedeutende Veränderung im Vergleich zur vorherigen Situation, bei der feste Abholungsrouten in Excel erstellt, in eine logische Reihenfolge gebracht und an das Bordgerät des Fahrers gesendet wurden. Laut Peter Bevers ist die manuelle Routenoptimierung zweifellos eine Herausforderung. „Wenn ein Kunde einen Vertrag kündigt, ist die Route nicht länger rentabel, und bei neuen Kunden muss man genau wissen, welcher Route man sie am besten hinzufügen soll. Das betrifft abertausende von Aufträgen, die unmöglich manuell in Excel optimiert werden können. Um die Routen an eine sich verändernde Realität anzupassen, ist eine intelligente Optimierung eine absolute Voraussetzung, um die Kosten zu kontrollieren“.

Mit der dynamischen Routenplanung mit Fleet Planner wendet jeder Planer 30% weniger Zeit auf.

Die Möglichkeit, mehr Aufträge in der gleichen Zeit zu planen, ist einer der Vorteile, von denen SUEZ profitiert, seit sie die Abfallsammlungsrouten von Abrollcontainern mit Fleet Planner optimiert. „Durchschnittlich wird pro Planer 30% Zeit gespart“, sagt Peter Bevers. „Die Planung basiert nicht auf den Schätzungen des Planers, sondern auf den festen Daten, die Fleet Planner verwendet. Dies führt zu finanziellen Vorteilen. Zum Beispiel sinkt die Zeit pro Auftrag - die wichtigste Leistungskennzahl - um 2% - 3,6%. Dies gilt für Länder oder Regionen, in denen die intelligente Optimierung vollständig umgesetzt wurde, 2 bis 3 Jahre nach der kompletten Einführung, wie zum Beispiel in Frankreich.

Dies stellt eine bedeutende Veränderung im Vergleich zur vorherigen Lage dar, als die Aufträge manuell geplant wurden. Peter Bevers: „Manche Planer konnten 20 Fahrzeuge pro Tag bewältigen, andere steckten nach der Planung von 7 Fahrzeugen fest. Da Fleet Planner große Mengen von Aufträgen bewältigen und sie innerhalb kürzester Zeit planen kann, bleibt den Planern mehr Zeit, die Planung zu prüfen und hier und dort die Feinabstimmung vorzunehmen, wenn neue Informationen eingehen, die noch nicht in anderen Systemen verfügbar sind. Außerdem können sie sich auf die Kommunikation mit den Fahrern und die Bewältigung alltäglicher Zwischenfälle konzentrieren, für die sie bisher nicht genügend Zeit hatten“.

Kostensimulation der Abfallabholungsrouten für anstehende Ausschreibungen

Die Möglichkeit, Routen zu erstellen, bevor diese ausgeführt werden, ist eine der Funktionen, von denen SUEZ am meisten profitiert, da sie Route Planner verwendet, um zukünftige Ausschreibungen vorzubereiten. Eine der Voraussetzungen für den Abschluss eines Vertrages mit einer Kommune ist es, dass die Routen mit allen verfügbaren Daten erstellt werden, sagt Peter Bevers. „Auf Basis dessen kann ein Kostenvoranschlag erstellt werden, um ein genaues Angebot auf eine Ausschreibung zu machen. In dieser Hinsicht ist eine innovative Anwendung wie Intelligent Optimisation mit einem umfassenden Angebot an Funktionen, die alle Voraussetzungen erfüllen, extrem wichtig.“

Basierend auf den Daten simuliert Route Planner die Abfallabholungsrouten und berechnet die Kosten entsprechend. Peter Bevers: „Da dies bereits optimierte Pläne sind, können wir die bestmöglichen Preise bei der Ausschreibung anbieten. Diese stellt eine bedeutende Veränderung gegenüber der bisherigen Situation dar, wo ein Fahrer in die Kommune geschickt wurde, um die Lage zu prüfen, und anschließend die Routen auf einem Stadtplan aus Papier gezeichnet wurden. Um auf eine Ausschreibung zu antworten, genügen dem Route Planner relativ wenigen Daten, zum Beispiel nur die Tonnen pro Monat. Das System kann auch andere Szenarien berechnen, zum Beispiel, wie viel Zeit gespart wird, wenn die Fahrer in Einzel- oder Doppelschichten arbeiten.

Eine Bewusste Entscheidung für AMCS

Nach eingehender Marktforschung und der Bewertung von 5 Routenplanungssystemen entschied sich die SUEZ Gruppe im Jahr 2012  ganz bewusst für AMCS. „AMCS stellte sich aufgrund einer Reihe von Gründen, die noch heute gültig sind, als beste Wahl heraus“, sagt Peter Bevers. „Zunächst ist AMCS Intelligent Optimisation eines der einzigen Systeme auf dem Markt, das die Optimierung von Abrollcontainern bewältigen kann. Zweitens kennt AMCS die globale Abfall- und Recyclingbranche sehr gut. Route Planner und Fleet Planner basieren beide auf dem Entsorgungsmarkt und die Konzepte und Parameter sind auf die Abfalllogistik ausgerichtet, während andere Softwares eine allgemeine Herangehensweise aufweisen“.

Er erwähnt auch, dass die von AMCS gelieferten Routen von höherer Qualität sind als die anderer Softwarepakete, die während des Auswahlprozesses im Jahr 2012 getestet wurden. „Das war 2017 immer noch so. Oft liefert Software Routen, die die Fahrer nicht nachvollziehen können; zum Beispiel zwei LKWs in der gleichen Straße. Und dann heißt es: „Was der Fahrer nicht versteht, macht er nicht“. AMCS hat in intelligente Algorithmen investiert, die die Fahrer verstehen können. Daher akzeptieren sie die Routen und fahren sie entsprechend. Zuletzt investiert AMCS auch in Entwicklungen, die für den Abfallmarkt relevant sind, zum Beispiel das Internet der Dinge. Eingebaute Sensoren in unterirdischen Containern, mit einem Echtzeit-Datenaustausch mit Fleet Planner, können vorhersehen, wann die Container voll sind.“

Auf Basis dessen werden automatisch die effizientesten Routen erstellt, erklärt er. „Der Fahrer erhält die Routen direkt vom Fleet Planner auf sein Bordgerät. So wird die Planung voll automatisch vom IdD kontrolliert, was zu einer Steigerung des Füllstands der Container führt. Im Gegenteil zu festen Sammelrouten muss so nicht jeder Container geleert werden, und die Gesamtzahl der benötigten Fahrzeuge für die Ausführung der Aufträge wurde reduziert. Zudem können zusätzliche Halte ganz einfach in eine Route eingeplant werden“.

Ihm zufolge fördert dies auch die Effizienz des weltweiten Abfallabholungsbetriebs von SUEZ. „Dies stellt eine weitere Effizienz dar, neben den bereits erwähnten, wie der kürzeren Zeit pro Auftrag, der gesteigerten Produktivität und der bei der Planung gesparten Zeit“, schlussfolgert Peter Bevers am Ende des Interviews. „In dieser Hinsicht hat die intelligente Optimierung sich im Laufe der letzten Jahre bereits über jede Erwartung hinaus bezahlt gemacht“.